Kommunikationstrends 2022: Relevanz schlägt bunte Bilder

Pünktlich zum Jahreswechsel gibt es alljährlich die Umfragen zu den Erwartungen für das vor uns Liegende. Natürlich auch für die Kommunikationstrends 2022. Und wenn man einmal durch die verschiedenen Beiträge schaut, dann fällt auf, dass die Kommunikationstrends 2022 eigentlich schon alle da gewesen sind. Etwas wirklich Neues scheint 2022 nicht zu bringen. Aber nach zwei Jahren Pandemie war das wohl auch nicht zu erwarten. Konsolidierung ist angesagt. Und das wird an der ein oder anderen Stelle schon Herausforderung genug sein.

Wenn es denn einen Kommunikationstrend 2022 geben soll, dann heißt er wohl „nichts ist ausgeschlossen, aber das ist sicher“. Kommunikation wird auch 2022 vor der Herausforderung stehen, in einem Umfeld, das von Unsicherheit geprägt ist, Orientierung zu geben. Also im Prinzip muss Kommunikation weiterhin die Grundfunktion jeder Marke erfüllen. Das ist weder Trend noch neu, aber durch Corona doch wieder mehr in den Blickwinkel geraten. Vielleicht muss man deshalb bei den Kommunikationstrends 2022 eher eine Rückbesinnung auf Bewährtes erwarten als wirklich neue Trends. Die Aufnahmebereitschaft für innovative Ideen ist bei vielen Zielgruppen aktuell einfach nicht ausreichend.

Kommunikationstrends 2022: Relevanz schlägt bunte Bilder

Unsicherheit ist das bestimmende Thema seit nunmehr zwei Jahren. In einem solchen Umfeld tendieren Menschen dazu, Orientierung zu suchen. Unternehmen und Marken, die das leisten können, haben die besten Voraussetzungen, die Trends im neuen Jahr zu setzen. Wenn es um Kommunikationstrends 2022 geht, bedeutet dies vor allem, dass Inhalte im Vordergrund stehen. Ist in den vergangenen Jahren viel darüber diskutiert worden, welche neuen Instrumente und Kanäle sich durchsetzen werden, wird 2022 wohl eher ein Jahr sein, in dem die richtige Strategie in der Kommunikation entscheidet. Die Relevanz der Inhalte für Zielgruppen, die Orientierung suchen, wird die bunten Bilder von Scheinwelten schlagen. Der Wunsch nach langweiliger Normalität ist mittlerweile stärker ausgeprägt als plötzlich Prinzessin zu sein.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass die spannende Vermittlung von Inhalten keine Rolle spielen würde. Der Content-Schock ist nicht überwunden und zu einer Orientierung, die überzeugt, gehört auch eine professionelle Aufbereitung. Ob Podcast oder Erklärfilm, Social Media oder Broschüre – auch relevante Inhalte stehen im Spannungsfeld des Informationsüberangebots und müssen sich ihren Platz in der Aufmerksamkeit der Zielgruppen erkämpfen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Nur zusammen schaffen sie den Wert, den Kommunikationsmaßnahmen schaffen sollen.

Inhalte folgen den Bedürfnissen

Eine gute Marke und ihre Kommunikation schaffen ein Bedürfnis, das es ohne die Marke gar nicht gäbe. Das ist das vereinfachte Credo, das für viele Kommunikatoren ein Idealbild darstellt. Und sicher gibt es diese Marken. 99 Prozent der Arbeit in Marketing- und Kommunikationsabteilungen ist aber weit davon entfernt. Tatsächlich wird es auch 2022 darauf ankommen, dass Kommunikation so geplant wird, dass die Zielgruppen die Inhalte angeboten bekommen, die sie interessieren. Nicht das, was ein Unternehmen sagen möchte, ist entscheidend, sondern was die Zielgruppen hören möchten. Erfolgreiche Kommunikation leistet einen Beitrag, die Lücke zwischen Erwartung und Erlebnis zu schließen.

Und so wird auch 2022 einen Trend haben, der jedes Jahr aufs Neue wiederkehrt: Kommunikation ist harte Arbeit , verlangt eine strategische Basis und eine professionelle Umsetzung.