Die 7 schlimmsten Fehler in der Change Kommunikation

Fehler in der Change Kommunikation

Die meisten Veränderungsprozesse scheitern oder kommen nicht von der Stelle. Das ist durch viele Studien belegt. Wenn es um die Gründe für das Scheitern geht, laufen fast alle Erklärungen auf einen Grund hinaus: Kommunikation. Deshalb haben wir hier die sieben schlimmsten Fehler in der Change Kommunikation zusammengestellt. Jeder einzelne davon, behindert Veränderungsprozesse bereits erheblich. Wer es schafft, gleich mehrere zu begehen, wird relativ schnell am Prozess scheitern:

1. Vermeiden von Kommunikation

Was auf den ersten Blick komisch klingt, kommt häufiger vor als man denkt. Entscheidungen werden an der Spitze getroffen, gehen in die Linie und sollen dort umgesetzt werden – ohne Widerspruch oder Erklärung. Das funktioniert heute vielleicht noch in der Nordkoreanischen Armee. Andernorts aber wird es schwierig.

2. Die Sinnfrage nicht beantworten

Veränderung hat ein Ziel. Sonst macht sie keinen Sinn. Dieser Sinn ist in der Kommunikation die zentrale Aussage. Wer es nicht schafft, Sinn zu vermitteln, wird keine Begeisterung und kein Mitwirken erreichen.

3. Kommunikation ohne Plan

Wenn erst einmal beschlossen worden ist, dass Veränderung nottut, dann muss es schnell gehen. Und schnell meint: nicht groß planen, sondern loslegen. Kommunikation aus allen Rohren, rund um die Uhr. Tatsächlich ändert sich dann meistens auch recht schnell etwas: der Verwirrungsgrad in der Belegschaft steigt auf ungeahnte Höhen.

4. Mehr reden als handeln

Change-Prozesse bestehen aus vielen verschiedenen Maßnahmen. Wer alle im Detail ankündigt und erklärt, wird von den Mitarbeitern viel Aufmerksamkeit erfahren. Wer dann aber nicht umsetzt, muss auch viel Spott ertragen können.

5. Einbahnstraßenkommunikation

Es gibt viel zu besprechen – hören Sie mir bitte zu. Dieser Klassiker der Gesprächseröffnung sorgt auch in Change-Prozessen für Verdruss. Kommunikation in Veränderungssituationen braucht Dialog und eine echte Bereitschaft zur Offenheit.

6. Alles gut – alles schlecht

Wie motiviere ich die Belegschaft? Indem ich eine Erfolgsmeldung an die andere hänge und zeige, wie gut wir vorankommen? Oder indem ich den lahmen Haufen beschimpfe, damit sie endlich in Gang kommen? Weder noch. Change ist wie das wahre Leben: mal läufts gut, mal weniger gut.

7. Business as usual

Zeit und Ressourcen sind knapp. Also greifen wir auf die bestehenden Kommunikationsinstrumente zurück, die reichen sonst ja auch. Wer glaubt, ohne Anstrengung zum Ziel zu kommen, erzeugt bei seiner Zielgruppe auch genau diesen Eindruck: bitte nicht anstrengen

Wie kann man diese Fehler verhindern? Am besten, indem mach wachsam bleibt und das eigene Tun kontinuierlich hinterfragt. Fehler in der Change Kommunikation wirken sich schnell und deutlich aus. Und sind nur schwer wieder zu korrigieren.

Als Agentur und Beratung für strategische Kommunikation unterstützen wir Sie bei Planung und Durchführung von Change Kommunikation. Und wir helfen Ihnen, Fehler in der Change Kommunikation zu vermeiden. Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:

Die sieben Grundregeln der Veränderungskommunikation

Corporate Language

Welchen Beitrag kann Kommunikation für Veränderung leisten? Kommunikation ist die Grundlage für jeden Veränderungsprozess. Ohne Kommunikation gibt es kein gemeinsames Ziel und kein gemeinsames Verständnis. Aber wie wird erfolgreiche Veränderungskommunikation gestaltet? Auch wenn es keine Pauschalantwort gibt, die sich auf alle Unternehmen anwenden ließe, so gibt es zumindest sieben Grundregeln der Veränderungskommunikation, die immer beachtet werden müssen:

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  1. Entwickeln Sie eine Vision
    Die Basis einer erfolgreichen Kommunikation ist das gemeinsame Verständnis des Ziels. Entwickeln Sie eine Vision, in der Sie festlegen, wo Sie in zehn Jahren sein wollen. Beschreiben Sie dieses Ziel in zwei oder drei knappen Sätzen. Eine Vision ist keine Strategie und muss daher nicht beschreiben, wie das Ziel erreicht werden soll. Eine Vision dient dazu, ein Ziel zu beschreiben, das ambitioniert aber erstrebenswert ist. Auf dieses eine Ziel richtet sich alle Anstrengung.
  2. Erzählen Sie eine Story
    Erklären Sie, welches Ziel Sie haben. Machen Sie deutlich, warum Sie sich für dieses Ziel entschieden haben. Zeigen Sie auf, warum ein neues Ziel notwendig ist. Beschreiben Sie Ihren Markt und skizzieren Sie die kommenden Veränderungen. Erzeugen Sie ein Verständnis für Veränderungsnotwendigkeit und schaffen Sie so Veränderungsbereitschaft.
  3. Definieren Sie Ihre Werte
    Legen Sie fest, welche Werte sie benötigen, um Ihr Ziel zu erreichen. Schreiben Sie auf, welche Werte den Kern Ihrer Kultur ausmachen. Erklären Sie, wie diese Werte zu verstehen sind. Und veröffentlichen Sie diese Werte. Jeder Mitarbeiter sollte in der Lage sein, die Werte Ihres Unternehmens benennen zu können.
  4. Seien Sie Vorbild
    Handeln Sie so, wie Sie es von Ihren Mitarbeitern erwarten. Folgen Sie Ihren eigenen Werten. Suchen Sie nach Lösungen und nicht nach Schuldigen. Seien Sie offen für Neues und ermutigen Sie andere, Vorschläge zu machen. Das Ziel ist vorgegeben – auf welchem Weg Sie dort am besten ankommen, sollten Sie ergebnisoffen diskutieren.
  5. Helfen Sie
    Aller Anfang ist schwer. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, indem Sie eine Kultur etablieren, die Fehler erlaubt. Schaffen Sie eine konstruktive Feedback-Kultur. Hören Sie zu und diskutieren Sie offen. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter mit Hilfsangeboten. Bieten Sie Fortbildungen an. Richten Sie Foren im Unternehmen ein, in denen Erfahrungen ausgetauscht werden können.
  6. Kommunizieren Sie kontinuierlich
    Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Kommunizieren Sie kontinuierlich. Nutzen Sie Medien und sprechen Sie persönlich mit Ihren Mitarbeitern. Sorgen Sie dafür, dass auf allen Ebenen Austausch stattfindet. Schaffen Sie Anlässe, über die gesprochen wird. Kreieren Sie neue Medien, die Aufmerksamkeit finden.
  7. Widerholen Sie Ihre Botschaften
    Seien Sie penetrant. Sprechen Sie immer wieder an, was zu tun ist. Machen Sie deutlich, warum Veränderung Not tut. Zeigen Sie jeden Tag auf, warum Sie tun was Sie tun. Erklären Sie Ihre Werte immer und immer wieder. Ihre Botschaften müssen ankommen, um überzeugen zu können. Setzen Sie Ihr Thema, sonst setzen sich andere Themen.