Was springt für mich raus? Veränderungsdynamik schaffen

Veränderungsprozesse effektiv zu gestalten und Veränderungsdynamik zu schaffen, setzt voraus, Klarheit über die Motivation der Beteiligten zu haben. Viele Veränderungsprozesse scheitern daran, dass Führungskräfte zwar ein klares Bild vor Augen haben, wohin es gehen soll und wie der Weg dorthin aussieht. Sie vergessen aber häufig, dieses Bild zu vermitteln und die Mitarbeiter mitzunehmen. Noch häufiger wird übersehen, dass zu diesem Bild auch gehört, den Beteiligten aufzuzeigen, was für sie im Veränderungsprozess herausspringt. Dabei ist gerade die intrinsische Motivation der Mitarbeiter der Schlüssel zur Veränderungsdynamik.

„Was springt für mich dabei raus?“ ist eine Frage, die wir uns alle schon mehrfach gestellt haben werden. Das hat nicht mit Egoismus zu tun, sondern ist oft ein vernünftiger Filter, um zu entscheiden, ob man sich für A oder B engagiert. In Change-Prozessen stehen die Betroffenen vor einer vergleichbaren Entscheidung. Und nur, wenn sie diese Frage mit Ja beantworten, entwickeln sie eine Veränderungsbereitschaft, die Veränderungsdynamik entfaltet.

Der Schlüssel zur Veränderungsdynamik liegt – wie immer bei Change-Prozessen – in der Kommunikation. Führungskräfte neigen dazu, die Notwendigkeit von Veränderung schlüssig und nachvollziehbar zu vermitteln. Leider in der Regel nur aus Sicht des Unternehmens. Damit ist für die Mitarbeiter zwar klar, welche Vorteile eine Veränderung für das Unternehmen bringt. Für sich selbst sehen sie aber weniger klar.

Widerstand oder Veränderungsdynamik

Sollten Sie den Eindruck gewinnen, dass für sie selbst, nichts oder nur wenig zu holen ist, ist in der Regel Widerstand das Resultat. Was mir nichts bringt, versuche ich zu verhindern.

Veränderungsdynamik

Veränderungsbereitschaft entsteht erst, wenn ich verstehe, worum es geht und was es mir bringt. Diese Bereitschaft müssen Führungskräfte durch Kommunikation erreichen. Unternehmensziele und persönliche Ziele zu vereinbaren, schafft eine spürbare Veränderungsdynamik. Deshalb ist es in jedem Veränderungsprozess eine grundsätzliche Voraussetzung:

– eine überzeugende Vision zu entwickeln, die Veränderung erstrebenswert macht

– eine Veränderungsstory zu entwickeln, die faktisch überzeugt und emotional mitnimmt

– die Fähigkeit zur Kommunikation über die Unternehmenskommunikation hinaus zu schaffen und insbesondere Führungskräfte zu authentischen Botschaftern des Change zu machen.

Wer bei der Entwicklung der Story bereits berücksichtigt, dass Veränderung für Unternehmen und Mitarbeiter Vorteile bringen sollte, legt frühezeitig die Basis für Veränderungsdynamik. Auch wenn in den meisten Prozessverläufen nicht für alle ein Gewinn stehen kann, gilt es gerade denen, die vom Wandel profitiern, auch genau das zu vermitteln. Andernfalls entsteht Widerstand genau an der Stelle, die eigentlich Motor der Veränderung sein sollte.

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